Nordsee Halligen
      
 
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Nordseeregion Halligen

Zehn Halligen existieren noch im nordfriesischen Wattenmeer. Das sind flache Inseln ohne Deiche. Die Halligen werden bei Sturmfluten regelmäßig überschwemmt, mit Ausnahme der Warften, künstlich aufgeschütteten Hügeln, auf denen die Wohnhäuser, Scheunen und Ställe gebaut sind. Halligen stehen in der Welt einzigartig da. Sie dienen als Wellenbrecher für den Küstenschutz.

Nordseehalligen

Die kleinen Halligen Habel, Südfall, Süderoog, Norderoog und die per Damm mit de Festland verbundene Hamburger Hallig sind als unbewohnte, naturbelassene (Vogel-)Inseln Tel des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Die größeren, bewohnten Halligen Hooge, Langeneß, Oland, Gröde und Nordstrandischmoor liegen etwas außerhalb des Nationalparks. Die per Schiff erreichbaren Halligen sind zwischen 10 und 965 Hektar große Reste des Festlandes oder Reste von in Sturmfluten versunkenen Inseln. Auf ihnen leben sehr isoliert im Herbst und Winter kaum 300 Menschen.

Die Ruhe und die Stille auf den kleinen und ringsum von Wattenmeer umgebenen Inseln ist das touristische Pfund, mit dem diese grünen Winzlinge wuchern können. Allerdings sollten Sie nicht im Hochsommer kommen. Denn dann gibt es hier kein freies Plätzchen mehr. So zählt die 574 Hektar große Insel Hooge hat im Sommer 160 und im Winter 110 Einwohner  und viele Tagesbesucher, rund 200.000 sind es im Jahr. Dabei ist Hooge außerhalb der Hochsaison ein wirklich beschauliches Plätzchen, mit vielen Privatquartieren, Restaurants, zwei kleinen Heimatmuseen und einer eigenen Kirche, die unter Denkmalschutz steht.

Auch Langeneß zählt zu den größeren unter den bewohnten Halligen. Fast 110 Insulaner leben auf der 956 Hektar großen Insel auf insgesamt 16 Warften. Eine Reihe von Gästebetten, dazu Jugendfreizeitlager und Ponyhof, Gaststätten und ein Café bringen den Insulanern Einnahmen und Abwechslung. Von der Elbe kommend, Sie Segeln nach Norwegen, kommen Sie an dem Hallig Langneß vorbei.

Mit 96 Hektar Größe deutlich kleiner ist Oland, die älteste unter den Halligen, erstmals im Jahre 1231 erwähnt. Die insgesamt knapp 30 Einwohner bieten die doppelte Anzahl an Gästebetten und wohnen alle auf einer Warft. Auf Oland grasen Schafe und blinkt das einzige reetgedeckte Leuchtfeuer Europas.

Gröde-Appelland misst 27 Hektar und zählt 17 Einwohner. Es ist die kleinste selbstständige Gemeinde in Deutschland. Mit Nordstrandischmoor konkurriert Gröde-Appelland darum, wer die kleinste Schule Deutschlands sein Eigen nennen kann. Die unter Denkmalschutz stehende Kirche stammt aus dem Jahre 1592. Im Sommer verwandelt der Halligflieder die Insel in ein Blütenmeer. Seitdem die Hallig Appelland mit der Hallig Gröde zusammengewachsen ist, trägt das Inselland offiziell einen Doppelnamen.

Das 175 Hektar große Nordstrandischmoor ist die jüngste Hallig."Geboren" wurde sie am 12. Oktober 1634. Die 18 Bewohner von Nordstrandischmoor teilen sich insgesamt vier Warften; 40 bis 50 Mal heißt es hier im Jahr "Landunter". Der Halligfriedhof ist ein geschütztes Denkmal.

   
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