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Das Haus Nr. 9 an der Nordseite des Marktlatzes ist das Geburtshaus von Theodor Storm. Daneben steht das so genannte "Herrenhaus", der Stufengiebel ist mit Köpfen aus Sandstein geschmückt. Die "Tine" ist das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt. Die Bronzeplastik einer jungen Fischerfrau in Holzpantinen ziert den 1902 erbauten Marktbrunnen. Den populären Brunnen samt Figur hat der in Husum geborene Bildhauer Adolf Brütt (1855-1939) geschaffen.
Kaufmannshäuser aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert zieren die Husumer Flanier- und Einkaufsmeile Großstraße. Die Süderstraße bildet dagegen das alte heimelige Handwerkerviertel mit kleinen Traufhäusern. Dort steht auch noch das Haus der Husumer Schützengilde, in dessen Obergeschoss Theodor Storms vielleicht schönste Novelle spielt: "Pole Poppenspäler". Da ist es nur folgerichtig, dass Husum ein eigenes Pole Poppenspäler Museum besitzt, welches sich der Geschichte und Entwicklung des Puppentheaters verschrieben hat. Husums Hafenviertel bildet die Wasserreihe, eine Gasse mit malerischen Fischerhäusern. Im liebevoll restaurierten Haus Nr. 31 hat der Dichter Storm von 1866 bis 1880 gewohnt. Das 1730 erbaute Haus ist heute Theodor-Storm-Museum. Einen prächtigen Garten im Hof hat die Gedenkstätte auch noch zu bieten. Der schon im Mittelalter angelegte Binnenhafen ist das wahre Schmuckstück der Stadt. Die Hafenpromenade ist eine bunte Bummelmeile mit Cafés und Restaurants und viel Atmosphäre. Zweimal am Tag hebt die Flut die Schiffe und Boote im Hafenbecken aus dem Schlick hinauf. Diesen Anblick sollten Sie nicht verpassen. Der Husumer Binnenhafen ist eben ein typischer Tiedehafen. Getreidesilos, eine Flotte von Fischkuttern und Ausflugsdampfer hin zu den Seehundbänken dominieren das Bild im Außenhafen. Vom Marktplatz führt der Schlossgang zum Husumer Schloss. Rittersaal, Schlosskapelle und weitere Räume des am Ende des 16. Jahrhunderts errichteten Prachtbaus können besichtigt werden. Der Schlosspark ist besonders Ende März/Anfang April zum "Husumer Krokusblütenfest" ein Genuss. Denn dann verwandeln mehr als vier Millionen Krokusse den Schlosspark in ein violett leuchtendes und duftendes Blütenmeer. |
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