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Vor der Stadthalle von Nordenham steht die Statue des Stadtgründers Wilhelm Müller. Der Kaufmann ließ einst einen Schiffsanleger bauen, Ochsenpier genannt, über den der Norddeutsche Lloyd Vieh nach England verschiffte. Am Ochsenpier entstand schließlich eine neue Stadt, die Blexen, einen der ältesten Orte in der Wesermarsch, urkundlich erstmals 789 erwähnt, mit einschloss. Ochsen spielen auch heute noch eine Rolle. Jeden Oktober erinnert der Ochsenmarkt in Nordenham an die Verschiffung lebender Ochsen im Jahre 1850 nach England. Ochsen waren damals eine begehrte Handelsware. Zum Ochsenmarkt bereichert Ochsenfleisch die Speisekarten in Nordenham.
Jeden Dienstag und Freitag ist Wochenmarkt auf dem Marktplatz; der größte und schönste in der Wesermarsch. Museum und Kaufhaus zugleich ist das Historische Kaufhaus im Stadtteil Abbehausen. 1853 war dort eine Gemischtwarenhandlung gegründet worden. Im Erdgeschoss des Gebäudes werden auch heute noch Waren verkauft. Die darüber liegende Geschosse sind Ausstellungsräume mit alter Originalware und vielen historischen Schriftstücken zum Kaufhaus und ganz allgemein auch zum Kaufmannsberuf. Das ist kurios: Der museale Bestand von 4000 Gegenständen übertrifft den aktuellen Warenbestand mit 3000 Artikeln. Im Regionalmuseum können Sie sich über die Industrie- und Stadtgeschichte Nordenhams informieren. Erholung bietet der Friedeburgpark, eine alte, gewachsene Grünanlage mit wunderbar schattigen Bäumen. Ausflugsschiffe fahren vom Hafen aus ins Wattenmeer. Wassersport wird in Nordenham groß geschrieben. Segeln, Motorbootfahrten und Rudern stehen auf dem Programm. Ein Geheimtipp sind Kanufahrten auf der Weser. Nordenhams Umgebung hat auch einiges zu bieten. So lohnt sich ein Ausflug zur Moorseer Mühle mit Café und Mühlenmuseum. Diese Moorseer Mühle ist eine schön restaurierte Galerie-Holländer-Windmühle, eine Kostbarkeit in der Wesermarsch |
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