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Wattenmeer, Marsch, Geest und Heide sorgen für landschaftliche Abwechslung. Ruhige Dörfer, in denen manchmal die Zeit still zu stehen scheint, liegen im Hinterland: Cappel, Midlum, Misselwarden, Mullsum und Paddingbüttel sind erholsame Orte.
Typisch sind hier die im 13. und 14. Jahrhundert gebauten Wehrkirchen aus Granit, Sandstein, Backstein oder Tuffstein. Diese "Bauerndome" boten den Dorfbewohnern Schutz vor Krieg, Sturm und Brand. Die St. Peter-und-Paul-Kirche in Cappel ziert eine mehr als 300 Jahre alte wertvolle Arp-Schnitger-Orgel. Das Instrument ist bestens erhalten und steht im Mittelpunkt regelmäßiger Konzerte. Möglich, dass auf ihr einst sogar Johann Sebastian Bach spielte. Eine Landschaft, die wie geschaffen ist für Deichspaziergänge, Radtouren und Wattwanderungen. Im Wurster Land geht alles etwas ruhiger und beschaulicher zu. Hektik ist hier ein Fremdwort. Weil die ganz großen Sandstrände fehlen, ist das Wurster Land von Massentourismus verschont geblieben. Überschaubar geht es auch in Wremen zu. Im kleinen Hafen sind die Fangnetze zum Trocknen aufgespannt. Wremen ist Heimathafen für noch fünf Fisch- und Krabbenkutter. Deren Fangebiete sind die Außenweser bis zur Elbmündung bei Cuxhaven, die Deutsche Bucht bis hoch nach Helgoland und die Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Das Museum für Wattenfischerei ist hier allemal als Ausflugsziel einen Besuch wert. Das gilt auch für das Niedersächsische Deichmuseum in Dorum. Diese kleinen aber feinen Museen machen Ihnen die bewegte Geschichte des Wurster Landes anschaulich und erfahrbar. Das Wurster Land ist wie geschaffen für romantische Hochzeiten. Heiraten kann man zum Beispiel in der schönen Galerie-Holländer-Windmühle in Midlum oder im einzigartigen Leuchtturm von Obereversand. Das Wurster Land leitet sich übrigens nicht von der "Wurst" ab. Vielmehr steckt die "Wurt" dahinter, das Wort für einen künstlichen Hügel, auf die sich Mensch und Vieh bei Sturm und Hochwasser retteten, damals, in grauer Vorzeit, als es noch keine Deiche gab. |
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